Frühsommerlicher Familienausflug nach Tübingen

Am Samstag, 09. Juni veranstaltete der Familienausschuss seinen Tagesausflug in die Universitätsstadt Tübingen am Neckar. Mit 27 Teilnehmern - 26 davon reisten mit der Bahn an und wurden vor Ort am Bahnhof fröhlich empfangen -- wurde auch diese Veranstaltung gut besucht und verbreitete eine harmonische Atmosphäre.

Der Vormittag startete mit einer Stadtführung durch das mittelalterliche Zeitalter, wie und warum Tübingen so ist, wie wir es heute kennen, wer es geformt und reformiert hat - und so schlenderten wir durch die Gassen und Straßen, vorbei an malerischen Fassaden und historischen Gebäuden. Trotz der familientauglichen Erzählvariante, empfanden einige der jüngeren Teilnehmer, dass dies doch eigentlich recht trockene Theorie sei - daher (und dies war auch der drückenden Hitze geschuldet) ließ sie fast keine Möglichkeit aus, mit dem Wasser der Tübinger Brunnen etwas Erfrischung in die Gruppe zu bringen.

Zur anschließenden Mittagspause verkrümelten sich die Teilnehmer in individuellen Kleingruppen, um sich zu stärken und auf eigene Faust die Stadt zu erkunden.

Nachmittags traf man sich dann zu einer Runde leckerem Eis und verteilte sich auf 2 Stocherkähne, frei nach dem Motto: „2-Stunden-Abenteuertour“ oder „1-Stunden-Wellnesstour“. Die „abenteuerliche (Jugend-)Gruppe“ machte also den Neckar unsicher und die mutigeren darunter übten sich - unter fachkundiger Anleitung von Sven - beim Versuch, selbst einmal das Steuer (hier eher die Stange) in die Hand zu nehmen und das Gleichgewicht auf dem schmalen Boot zu halten. Dass es dabei nicht unbedingt trocken zuging, sorgte für allgemeine Erheiterung, auch beobachtet von der „Wellness-Gruppe“. Und so groß auch der Neckar war, plötzlich traf man ein anderes Boot mit einigen Winterbachern! Nach der Bootsfahrt ging es dann leider wieder Richtung Bahnhof und nach Hause, aber das gemeinsam Erlebte sorgte noch lange für Gespräche und Erinnerungen. Vielen Dank an alle Teilnehmer für einen gelungenen Ausflug!

 

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Gottes Nähe spüren- Mit Jesus in einem Boot

„Eingeladen zum Fest des Glaubens“ – mit diesem Lied begann der festliche Gottesdienst

am 22.04. in unserer Kirche Mariä Himmelfahrt. Die anfängliche Aufregung der Kommunionkinder legte sich schnell nach den ersten schwungvollen Liedern, begleitet von unserer Jugendband. In seiner Predigt bezog Herr Pfarrer Stauß die Kinder immer wieder mit ein. Das Leitthema in diesem Jahr war: „Mit Jesus in einem Boot“. Jesus als Wegbegleiter, der auch in den Stürmen unseres Lebens immer für uns da ist. Die Kinder haben den Gottesdienst wunderbar mitgestaltet z. B. durch das Lesen von Texten und der Gabenprozession.  Nach der feierlichen Gabenprozession kam der große Augenblick: die Kinder erhielten zum ersten Mal eine geweihte Hostie.

Vielen Dank an alle, die diesen Gottesdienst, trotz der großen Hitze, zu etwas Besonderem gemacht haben.

Wir freuen uns mit:

Amelie Marciliagno, Matthis Maier, Roman Milezki, Selina Schönek, Aaron Schmalzbauer, Maximilian Espenhain, Linus Berger, Leonie Zacher, Ciara Zacher, Emanuel Cakaric, Maria Hermann, Maja Novoselac, Marie Schaupper, Alessio Ascione, Felipe Choqueta, Eric Winkler, Leo Knezevic, Sophia Kemmer, Farid Raoof, Nico Hamp, Clara Humeniuk, Mona Engmann, Raffael Souza, Raquel Osadnik.

 

Bruder Jakobus OSB vom Kloster Beuron zu Gast in Winterbach

 

Vortrag - Meditation

 

Früher brachte der Lärm die Menschen aus der Ruhe. Heute ist es die Stille. Nahezu 20 Personen ließen sich vom Benediktinermönch Br. Jakobus, Diplom- Theologe und Meditationslehrer, im Gemeindesaal der katholischen Kirche Winterbach in die Stille führen. Der Vortrag: „Mit Jesus auf dem Weg“ führte hin zur christlichen Schweigemeditation.

 

Die Meditation im christlichen Kontext ist eine Form der Hingabe ohne Worte und  führt zum Ursprung zurück. Es gibt sie in der christlichen Tradition seit Anbeginn. Auch Jesus zog sich zurück in die Stille. In vielen Orden gehört sie heute noch zur täglichen Übung. Leider ist sie durch die manchmal etwas kopflastige Theologie in den Hintergrund geraten. Das Hören auf das „Große Geheimnis“ ist von überaus großer Bedeutung. Der heutige Alltag der Menschen wird bestimmt durch die Hektik. Alles muss schnell gehen, es bleibt kaum Zeit zum Verweilen und Innehalten. Am Meditationstag - beim „Sitzen in der Stille“ -  konnte sie am ganzen Leib erfahren werden. Nach 25 Minuten ertönte ein Gong, der das Ende der ersten Sitzeinheit einläutete, die durch meditatives Schreiten im Raum beendet wurde. Wollten die ersten 25 Minuten der Stille fast nicht enden, wurden die folgenden als immer kürzer erlebt, ja, manchmal sogar zu kurz. Zunächst wirbelten die Gedanken, wie in einem Karussell durch die Köpfe. Durch das „Stille Sitzen“ = Za-Zen, lernten die Meditierenden nach und nach ihre Gedanken nicht zu bekämpfen, sondern sie zuzulassen und wie die Wolken ziehen zu lassen. Der Vergleich mit einem Glas Wasser, indem Partikel gelöst sind, drängt sich auf. Erst wenn man es abstellt, setzt sich alles am Grund ab. Das Wasser wird klarer. Durch das ruhige Sitzen klärt sich auch unser Inneres.

 

Schlussgespräch:

„Die Gedanken: was soll ich hier tun?, was wird erwartet?, schlugen zunächst Purzelbäume. Auch dieses ungewohnte Gefühl nichts zu hören, verflüchtigte sich allmählich. Es ist seltsam soviel Zeit zu haben, nichts tun und denken zu müssen. Ein äußerst bewusst erlebter Tag. Erholsam, so sogar ganz erfrischend. Möchte ich gerne im meinen Alltag aufnehmen. In der Gruppe ist das Üben leichter. Die Gruppe trägt. Die Stille war buchstäblich hörbar, sogar eine ohrenbetäubende Stille. Wie, wann und wo kann ich weiter üben“? waren Äußerungen der Meditierenden beim Schlussgespräch.

 

Die christliche Zen-Meditation / Kontemplation, das Sitzen in der Stille, kann geübt werden:

Einmal monatlich am Donnerstag 19:30 Uhr – 21:00 Uhr im Gemeindezentrum katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Winterbach, Adlerstr. 13.

Die nächsten Termine: 12.April, 17.Mai, 14.Juni, 12.Juli. Willkommen sind alle, die gerne in der Stille sitzen. Da es kein fortlaufender Kurs ist, kann jeder kommen wann er möchte.

 

Info:

Margareta Lang, Winterbach

Meditations- und Kontemplationsbegleiterin

Telefon: 07181 / 98 59 935

www.kontemplation-meditation.de

 

 

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Eine Vortragsreihe über das Vaterunser – ein Gebet, das wir seit Kindesbeinen beten und meinen in und auswendig zu kennen – was sollen wir da noch Neues für uns erfahren. Und doch haben sich Gemeindemitglieder der Seelsorgeeinheit Winterbach/Weiler-Schorndorf an drei Abenden aufgemacht, um den Ausführungen von Referentin Rita Bastian-Doo zu lauschen und in Fragen und Diskussionen ihre eigenen Glaubenserfahrungen einzubringen.

So zeigte der erste Abend mit einem Exkurs über die Entstehung der Evangelien den Zuhörern, dass das Vaterunser eine Vorgeschichte in der jüdischen Gebetstradition hat und uns Matthäus und Lukas zwei deutlich unterschiedliche Versionen überliefern: unterschiedlich im Wortlaut und im Umfang, angepasst an das Verständnis der jeweiligen damaligen lokalen Gemeinden, immer in der Intention, die wahre Größe des Inhalts für den Betenden zugänglich zu machen. Gestützt auf dieses Wissen um die Entstehungsgeschichte des Vaterusers behandelten die beiden folgenden Abende die zentralen Begriffe wie Vater, Himmel, Reich, Wunsch, Schuld. Im Licht der damaligen Welt stellten sich die Begriffe für die Teilnehmer noch einmal neu und erweitert dar.

Die Abgrenzung der ersten drei Vaterunser-Wünsche als Wunsch, von den folgenden drei Vaterunser-Bitten als Bitte, war nicht sofort und einfach für alle Zuhörer nachzuvollziehen. Immer wieder zeigte sich den Anwesenden, dass die Übersetzung des griechischen Urtextes in die uns bekannten Worte des Vaterunsers immer auch Interpretation ist und der Deutung bedarf.

Mit eigenen „Vaterunser-Gebeten“ bekannter Theologen gab die Referentin den Zuhörern verschiedentlich Anstöße, das Vaterunser auch einmal anders zu beten und so zu einem tieferen Verständnis des Vaterunsers zu gelangen.

Am Ende wünschten sich die Zuhörer, dass dieser Vortragsreihe weitere folgen mögen, denn eines haben die Abende allemal gezeigt: es gibt einen Bedarf an Austausch im Glauben, auch und gerade in scheinbar so Selbstverständlichem und Vertrautem wie dem Vaterunser.