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St.-Stephanus, Weiler

In Weiler lebten im Jahre 1950 bereits 394 Katholiken. Seit einigen Jahren fand im Ort regelmäßig Religionsunterricht und ab 1954 wöchentlich ein Schülergottesdienst statt, zunächst in der evangelischen Kirche, dann in einem Schulraum. Die Weilermer dachten über eine bessere Lösung nach als sonntags die Gottesdienste in der Winterbacher Notkirche oder in Schorndorf zu besuchen. Deshalb gründeten sie im Januar 1964 einen Kirchenbauverein, der bereits nach kurzer Zeit einen beachtlichen Betrag für ein Gotteshaus zusammenbrachte. So konnte im August 1965 nach den Plänen des Architekten Wilhelm Frank aus Herrenberg mit dem Bau begonnen werden. Weil zum Bau Betonfertigteile verwendet wurden, ist der Rohbau sehr schnell errichtet worden. Die nun fertig gestellte St.-Stephanus-Kirche wurde vom damaligen Weihbischof Wilhelm Sedelmeier am 30. Oktober 1966 feierlich eingeweiht.

Da die St.-Stephanus-Kirche keinen eigenen Glockenturm hat, läuteten zur Kirchweihe die Glocken der evangelischen Kirche. Sie läuten auch heute noch bei wichtigen Anlässen der katholischen Kirche, so zum Beispiel am Fronleichnamsfest.
Die künstlerische Gestaltung oblag dem Schorndorfer Künstler Alfred Seidel. Die von ihm entworfenen Glasfenster verleihen den Raum einen festlichen und zugleich einen anheimelnden Eindruck. Der Tabernakel, der Altar, die Altarleuchter, das Wand- und Altarkreuz bilden ein harmonisches Gesamtbild. Einige Jahre später kreierte er noch einen bronzenen Osterleuchter und den beeindruckenden „Kreuzweg von Weiler“.

Der Gemeindesaal
Um den Anforderungen eines Gemeindelebens gerecht zu werden, wurde bereits beim Bau der St.-Stephanus-Kirche ein Gemeindesaal an der Nordseite der Kirche erstellt. Er war aber schnell den Bedürfnissen nicht mehr gewachsen. Die katholische Kirchengemeinde brauchte in Weiler einen größeren Saal. Nach dem Beschluss des Kirchengemeinderates erteilte das Bischöfliche Ordinariat am 20. Dezember 1989 die Genehmigung für den Saalanbau. Dabei sollten die Kosten 480 000 DM nicht überschreiten.

Im Herbst 1991 hat man mit dem Bau begonnen, im Februar 1992 bereits Richtfest gefeiert und am 15. November 1992 der neue Saal mit der Segnung und einem Kaffenachmittag eröffnet. Durch erhebliche Eigenleistung der rund 70 Helfer konnten nahezu 100 000 DM Baukosten eingespart werden.

Die katholischen Seelsorger für Weiler
Die Katholiken in Winterbach und Weiler wurden zunächst von Schorndorf aus betreut. Erst im Jahr 1963 wurde für Winterbach und Weiler eine eigene Seelsorgestelle mit Kurat Walter Stöffelmaier als erstem Seelsorger geschaffen. Ihm folgte 1965 Kurat Alban Schad. In seiner Amtszeit bis zum Jahr 1971 wurde Winterbach/Weiler im Jahr 1968 zur Pfarrei „erhoben“ und er damit zum Pfarrer. Ihn löste Pfarrer Karl-Huber Fischer ab. Seit 1975 war Herbert Weiß als Pfarrer auch für Weiler zuständig. Er ging Ende 2007 in den wohlverdienten Ruhestand.
Wie bereits auch im Pfarrbrief veröffentlicht, bekommt Winterbach/Weiler keinen eigenen Pfarrer mehr, sondern es wird ab Januar 2008 eine neue Seelsorgeeinheit mit Schorndorf gebildet.

Über die feierliche Einführung der neuen Seelsorgeeinheit berichteten wir bereits ausführlich sowohl an dieser Stelle als auch in unserem Pfarrbrief (Ausgabe Ostern 2008).

Seit Oktober 2008 wurde auch die Kirchengemeinde St. Stephanus vom Pfarrvikar Erwin Baumann betreut, der hauptamtlich in der Seelsorgeeinheit Rems-Mitte (Schorndorf-Winterbach mit Weiler) tätig war. Er ist auf eignen Wunsch ausgeschieden und wurde von Bischof Gebhard Fürst als Pfarrvikar in der Seelsorgeeinheit Iller-Weihung eingesetzt.