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Mariä Himmelfahrt, Winterbach

Winterbach blickt auf eine lange Geschichte zurück. Urkundlich ist der Ort bereits im Jahre 1046 erwähnt. Die evangelische Kirche wurde dem heiligen Michael geweiht. In einem Eckstein ist das Gründungsjahr 1309 eingemeißelt. Nach der Reformation gab es im Ort keine Katholiken mehr. Selbst im Jahre 1851 zählte man erst 19 Katholiken. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten hier etwa 70 katholische Personen.

Wir erleben die Katholizität heute stärker als in den Anfangsjahren der katholischen Kirchengemeinde Winterbach. Damals, in den ersten Nachkriegsjahren, waren es die deutschen Vertriebenen und Flüchtlinge aus dem Osten (Tschechoslowakei, Ungarn, Jugoslawien, Polen/Schlesien, Rumänien), die hierher in das seit der Reformationszeit protestantische bezie-hungsweise evangelische Gebiet gekommen sind. Im Laufe der Jahre kamen dann auch noch die „Spätaussiedler“ hinzu. Und in den letzten Jahren wurde das Bild noch bunter. Durch Heiraten oder beruflich bedingt haben wir in unserer Pfarrei Winterbach mit Weiler (als Filialgemeinde) Franzosen, Italiener, Kroaten, Slowenen, Litauer, Niederländer, Österreicher, Polen, Spanier, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Brasilianer, Chilenen, Kanadier, Peruaner, Filipinos, Vietnamesen, Mexikaner, Rumänen und Briten. Manchmal ist es nur eine Person, aber die Nationalität ist damit bei uns vertreten. Wir freuen uns über diese Vielfalt und über jeden Menschen aus dem Ausland, der hier ein Stück Heimat findet, wenn er am Gemeindeleben teilnimmt.

Der Bau der Kirche „Mariä Himmelfahrt“

Die neu angekommenen Katholiken gingen zunächst nach Schorndorf zum Gottesdienst. 1948 durften sie die evangelische Kirche benutzen, wofür wir heute noch dankbar sind. 1952 wurde in der Schorndorfer Straße eine Notkirche für Winterbach und Weiler errichtet.
Mit dem weiteren Wachstum der Gemeinde wurde jedoch eine „richtige“ und größere Kirche notwendig. Der erste in Winterbach ansässige Seelsorger, Kurat Walter Stöffelmaier, begann 1962 mit der Planung eines Gemeindezentrums im Neubaugebiet Sterrenberg. Im Frühjahr 1967 war die Kirche fertig und wurde 1967 von Bischof Dr. Carl-Joseph Leiprecht geweiht.
Gleichzeitig wurde das Gemeindehaus mit Saal und Gruppenräumen bezogen und der Kindergarten St. Elisabeth eröffnet. Auch der Kindergarten St. Franziskus in Weiler ist in unserer Trägerschaft.

Das Gemeindeleben

Das Gemeindeleben vollzieht sich in den drei kirchlichen Grunddiensten: Liturgie (Gottesdienst, Sakramente), Verkündigung (Glaubensunterweisung, Predigt) und Diakonie (Caritas, Dienst am Mitmenschen). Alle sind aufgerufen, je auf ihre Weise und nach ihren Kräften und Fähigkeiten daran mitzuwirken.
Für die verschiedenen Altersstufen gibt es Kinder-, Ministranten- und Jugendgruppen, zeitweise Familien- und Bibelkreise, einen Kirchenchor, eine Kolpingsfamilie mit eigener Internetseite www.kolping-winterbach.de und eine Gruppe der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Für die dritte Lebensphase haben wir einen „Seniorenklub“.
Gut bestückt und frequentiert ist unsere Katholische Öffentliche Bücherei. Ein großer Helferkreis hält Kontakt zu den Gemeindemitgliedern (Pfarrbrief, Wallfahrten, Frühschoppen etc.).
Seit Januar 2008 gehört Winterbach mit Weiler zur Seelsorgeeinheit Rems-Mitte (zur Geistlichen Führung siehe auch unter Weiler „Die katholischen Seelsorger für Weiler“).